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Arzneimittel

Was Sie für den Erwerb von Medikamenten wissen müssen!
Gesundheit
“Der Apotheker ist zum Dienst in der Gesundheitspflege berufen. Ihm obliegt die ordnungsgemäße Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln, insbesondere die Entwicklung, Herstellung, Prüfung und Abgabe von Arzneimitteln. Hierdurch erfüllt er eine öffentliche Aufgabe.”
“Berufsordnung für Apothekerinnen und Apotheker”

Fachbegriffe und Ihre Bedeutung für Sie:

  1. Unterschied zwischen Apothekenpflichtig – Verschreibungspflichtig!
  2. Die verschiedenen Rezeptarten
  3. Zuzahlung und Mehrkosten
  4. Rezepturen

 

1. Apothekenpflichtig – Verschreibungspflichtig!

Apothekenpflichtige Arzneimittel sind Arzneimittel, die man ohne Rezept, jedoch nur in Apotheken erhält; solche Arzneimittel werden in der Apotheke für den Kunden nicht im Zuge der Selbstbedienung angeboten, sondern zusammen mit einer professionellen Beratung an diesen ausgehändigt.

Verschreibungspflichtige Arzneimittel dagegen werden ausschließlich auf Vorlage eines Rezeptes ausgehändigt, da eine ärztliche Überwachung der Therapie mit diesen Medikamenten notwendig ist. Auch hier berät Sie der Apotheker als Arzneimittel-Experte zu Dosierung, Anwendung, Neben- und Wechselwirkungen!

2. Rezeptarten

Folgende Rezeptarten werden unterschieden:

  • Kassenrezept
  • Privatrezept/Grünes Rezept
  • Betäubungsmittelrezept

Die Kosten für Arzneimittel, die der Arzt Ihnen auf Kassenrezept verordnet, werden von Ihrer Krankenkasse übernommen; Sie leisten lediglich die gesetzliche Zuzahlung!

Gültigkeitsdauer: 4 Wochen

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Privatrezepte können in Form und Farbe stark variieren; allen gemeinsam ist jedoch, dass darauf verordnete Arzneimittel in der Apotheke vom Patienten vollständig zu bezahlen sind!

Gültigkeitsdauer: 3 Monate

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Bestimmte Arzneimittel, so z. B. sehr stark wirksame Schmerzmittel und Schmerzpflaster, dürfen nur auf einem dreiteiligen amtlichen Formblatt, dem sog. “BtM-Rezept” (Betäubungsmittelrezept), verordnet werden.

Gültigkeitsdauer: 7 Tage!!!

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3. Zuzahlung und Mehrkosten

Versicherte, die das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben und nicht durch ihre Krankenkasse von der gesetzlichen Zuzahlung befreit sind, leisten zu jedem zu Lasten der GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) verordneten Arzneimittel eine Zuzahlung in Höhe von 10% des Abgabepreises, mindestens 5 € und höchstens 10 € pro Packung; allerdings nicht mehr als die Kosten des Mittels (<< gilt nur für apothekenpflichtige Arzneimittel).

Das heißt:

Abgabepreis
bis 50 € 5 € pro Packung
50 € bis 100 € 10 % des Abgabepreises pro Packung
über 100 € 10 € pro Packung
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Mehrkosten:

Für viele Arzneimittel-Gruppen gibt es sog. Festbeträge, die von den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen festgelegt werden, d. h. die Krankenkassen zahlen die Kosten bis zur Höhe dieses Betrages.

Verschreibt der Arzt ein Medikament, dessen Preis über dem Festbetrag liegt, muss der Versicherte die Differenz zwischen Arzneimittelpreis und Festbetrag, die sog. Mehrkosten, entrichten – zusätzlich zur gesetzlichen Zuzahlung und auch dann, wenn er von der Zuzahlung befreit ist!!

4. Rezepturen

Naturheilkunde
Rezeptur ist die übliche Bezeichnung für ein Arzneimittel, das aufgrund einer Verordnung durch einen Arzt oder aufgrund eines speziellen Kundenwunsches individuell hergestellt wird. Diese Arzneimittel werden also nicht wie die anderen Arzneimittel bereits in abgabefertigen Packungen vorrätig gehalten, sondern erst bei Bedarf hergestellt und abgepackt.Bei auf Kassenrezept verordneten Rezepturen beträgt die Zuzahlung ebenso wie bei den sonstigen Arzneimitteln 10 % des Preises, mindestens 5 € und maximal 10 €, jedoch nicht mehr als die Kosten der Rezeptur. Die Zuzahlung errechnet sich aus dem Zeilenwert einer Rezepturverordnung.
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